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Reh (Capreolus capreolus)

Meinungen über die Bestände des Rehwilds in deutschen Landschaften sind sehr unterschiedlich.

 

 

Auswirkung der Rehwildbestände auf den Wald und die Waldverjüngung

Fegeschäden: Böcke fegen während der zweiten Märzhälfte den Bast von ihrem neuen Gehörn ab. Dadurch dringen Substanzen der Pflanzen in das Gehörn ein und färben dies dunkel. Deshalb sin Gehörne von "Feldrehen" durchschnittlich heller. Zum Fegen werden stets freistehende die Stämmchen junger Bäume genommen. Das Ausmaß der Schädigung ist von Bock zu Bock sehr individuell. Manche Böckchen schädigen dabei nur einige wenige Bäume, wohingegen andere hunderte schädigen können. Durch die an der Rinde des Baumes entstandenen Verletzungen können Pilze in den Stammm eindringen, so dass dieser Baum für sein Leben geschädigt bleibt.

Verbissschäden: Die Schäden durch Verbiss sind um ein vielfaches höher als die Fegeschäden. Da Rehe gerne die Sproßspitzen mit den Knospen und jungen Trieben fressen strben junge neu gepflanzte Bäume bei schlechten Bedingungen komplett ab. Häufig wachsen die Bäumchen auch weiter. Dies hat nun zur folge, dass der Baum nicht mehr mit einem "schön geraden" Stamm in die Höhe wächst, was für das zu erntende Holz und dessen Wert von großer Bedeutung ist. Diese Bäume haben viel an Wert verloren. Aus ökologischer Sicht können auf diese Weise jedoch wertvolle Biotopbäume leichter und häufiger entstehen.