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Arteninsel mit der Sparkasse Mittelfranken-Süd (Roth, Westring 36)

1.000 Bäume und Sträucher sind gepflanzt!

... und auch die Infotafel steht nun!

Erst kann man nicht pflanzen und dann kann man nicht mehr pflanzen!

 

Unter diesem Motto stand die Pflanzaktion der Klasse 6B auf dem Sparkassengelände am 31.11.2023. Durch die sehr warmen Witterungsbedingungen bis weit in den Herbst hinein, haben die Laubbäume ihr Laub nicht abgeworfen. Setzlinge können jedoch erst zu diesem Zeitpunkt umgepflanzt werden. Als dann endlich die Pflanzen von der Baumschule geliefert werden konnte spielte das Wetter den nächsten Streich. Es kam der sehr frühe und heftige Wintereinbruch.

Meteorologen führten diese Wetterlage auch auf den Klimawandel zurück. Ein Grund mehr, die Setzlinge in die Erde zu bringen!

Die Schüler waren ohnehin trotz kalter Temperaturen und der weißen Schneelandschaft guter Dinge. Doch konnten wegen der kalten Witterungsbedingungen nur ein kleiner Teil der Setzlinge gepflanzt werden.

So wurden die Kinder der Klasse 6B am 19.03.2024 bei wunderbarem Wetter nochmals zusammengetrommelt, um den Rest des Mini-Urwalds zu pflanzen. Nun stehen etwa 1.000 Bäume und Sträucher auf dem Areal vor der Sparkasse Mittelfranken-Süd am Westring.

Zum Abschluss wurde der Boden der Pflanzung mit Mulch bedeckt. So kann die Konkurrenz der nun wachsenden Gräßer begrenzt werden. Auch kann durch die Vielzahl der Bodenlebewesen eine Humusschicht gebildet werden. Mit dem jährlich abfallenden Laub der gepflanzten Bäume und Sträucher wird sich diese über die kommenden Jahre weiter aufbauen und CO2 speichern.

Die Böden der Welt sind, sieht man von den Meeren ab, auch der größte CO2- Speicher (Senke). Wenn wir diese jedoch falsch bewirtschaften, können sie auch große Mengen an CO2 freisetzen. Gerade die ausgeräumten Forstkulturen, wie sie bis vor kurzen in Deutschland flächendeckend bewirtschaftet wurden und im Rother Umland mit den ausgedehnten Kiefernwäldern noch überall zu finden sind, reichern nur wenig Humusschicht an. So wird in diesen Böden auch nicht viel CO2 gebunden. Auf diesen Aspekt sollte bei der Art der Bewirtschaftung unserer Böden ein großes Augenmerk gerichtet sein.

 


 

Ein Eichenquader mit den Maßen 45cm x 45 cm x 200cm ist antransportiert und wird als Sitzgelegenheit und Totholz dienen.

Dieser Holzquader hat ein Volumen von 0,4 qm. Er ist aus einer ca 150 Jahre alten Eiche entlang der Bahnlinie geschnitten worden.

Ein Baum entnimmt für den Aufbau dieser Menge an Holz etwa 0,5 Tonnen CO2 aus der Luft!

Der hier entstehende Mini-Wald wird auf Grund seiner sehr dichten Bepflanzunng in 20 Jahren etwa 7 Tonnen CO2 gespeichert haben!

Draußenschule

Wir sind so gerne in der Natur, weil sie kein Urteil über uns hat!" Schopenhauer

Das Konzept Draußenschule ist schon in den 90-er Jahren in Norwegen und Dänemark entstanden. In Norddeutschland hat es sich über die vergangenen Jahre an einigen Schulen etabliert. Im Süden Deutschlands ist es noch weitestgehend unbekannt.

Doch dieses Konzept ist eine mögliche Antwort auf viele Herausforderungen, mit welchen unsere Schulen sowie unsere globale Gesellschaft aktuell zu kämpfen haben:

  • Folgen der Corona-Jahre
  • Klassen, welche einen großen Anteil an SchülerInnen mit Migrationshintergrund haben
  • Klimaveränderung und ihre Herausforderungen für unsere Gesellschaft
  • Verlust der Biodiversität
  • .... und viele mehr

Mit wöchentlichen Lehrgängen an außerschulische Orte werden den Schülerinnen und Schülern handlungsorientierte und fächerübergreifende Natur- und Umweltthemen vermittelt. So erfahren die Schülerinnen und Schüler die Zusammengehörigkeit von sozial-kulturellen, ökologischen und ökonomischen Bereichen der Um-und Mitwelt im Sinne einer Bildung für nachhaltigen Entwicklung und lernen sie zu begreifen. Sie nehmen Naturprozesse im Jahresverlauf wahr und lernen diese einzuordnen. Hierbei ist es wichtig, dass es die Naturphänomene vor der eigenen Haustür, im eigenen Stadtteil, sind, die sie kennenlernen.

So lernen sie die biologische Vielfalt als Bedingung für die Existenz von Leben (ihrem eigenen sowie dem Leben im Allgemeinen) zu erkennen.

Bei der Auswahl sowie der Ausarbeitung sowohl der Themen als auch der hier zu behandelnden Inhalte und der Didaktik wird auf das Rahmenwerk der SDGs (17 Nachhaltigkeitsziele) der UN aufgebaut.

Arteninsel beim Tierheim Roth

 

 

 

Auf einem 1,4 ha großem Waldareal in der Nähe des Tierheims Roth werden verschiedene kleine Teilbereiche als Versuchsflächen angelegt.

 

 

In Schülerprojekten werden Waldrandzonen, eine Streuobstwiese sowie viele Mini-Wälder mit hoher Artenvielfalt angelegt.

 

 

In den Folgejahren wird ihr Wachstum, sowie die sich einfindende Flora untersucht.

Unser neues Vereinsmitglied - Artenspürhund Socke

Socke ist nun sieben Monate alt.

Er steckt gerade seiner Grundausbildung zum Artenspürhund. Den Welpenkurs hat er in seiner vorsichtig-souveränen Art mit viel Spaß gut gemeistert. Bei der Junghundeausbildung wird es nu schon ernster!

In gut einem Jahr kann er eingesetzt werden. Er wird Wildkatzenlosung, Borkenkäfer und Co. aufstöbern und somit tatkräftig den Erhalt der fränkischen Artenvielfalt unterstützen.

Als Bayerischer Gebirgsschweißhund bring er die idealen genetischen Vorraussetzungen für diese Arbeit mit.

Da diese Hunderasse als sehr kinderlieb gilt, wird Socke auch bei Schulprojekten und in der Öffentlichkeitsarbeit zum Einsatz kommen.

Europäische Luchse leiden unter genetischer Verarmung in den verinselten Populationen

Ihnen würden Arteninseln bei ihrer Ausbreitung und Vermehrung im dicht besiedelten Mitteleuropa als Trittsteine sehr helfen!

Schweden hingegen hat mehrere hundert Luchse zum Abschuss freigegeben. Wichtige genetische Resourcen für unsere europäische Population.

https://www.theguardian.com/environment/2023/mar/02/hundreds-of-lynx-to-be-hunted-in-sweden-following-biggest-ever-wolf-cull

Über 300 Bäume und Sträucher für die Südstadt

Bericht einer Mutter, die sich am Pflanzprojekt beteiligte:

"Hochmotiviert sind die Kinder in der Früh losmarschiert in freudiger Erwartung, was wohl alles auf sie zukommt.

Angekommen im Jugendtreff Schlossäcker, wurden wir von Heiko mit Erde und Spaten vertraut gemacht und in den Tagesablauf eingewiesen. Gepflanzt werden an die 400 Bäume unterschiedlicherArten.

Auch das Pflanzkonzept - eine sehr dichte Bepflanzung - war mir bislang neu und ich bin ganz gespannt, wie sich der Wald entwickeln wird.

Die Kinder haben sich voller Tatendrang an die Erde gemacht und es entstand ein regelrechter Wetteifer darüber, wer die meisten Bäume einpflanzt. Dabei lernten sie, dass es Kraft und Ausdauer erfordert, Erde zu schaufeln, Löcher zu graben, und die Bäume tief und fest genug zu pflanzen.

Es entstand im Ergebnis ein dichter, wunderschöner Wald mit unzähligen Baumarten, die ich schon selbst nicht mehr kannte.

Dann war der Schultag viel zu schnell zu Ende. Wir mussten den Spaten niederlegen, um uns wieder auf den Fußweg zurück zur Reutersbrunnenschule zu begeben."

Nun kommt die Zeit der Pflege. Dank einer Spende der Sparkasse Nürnberg können die groben Arbeiten nun mit einem Freischneider erledigt werden, bevor Ende Juli die Kinder mit ihren Pflegearbeiten einen Vormittag auf dem Pflanzareal verbringen

 

Arteninseln für den Nürnberger Reichswald

Der Nürnberger Reichswald ist eine der ältesten Forst-Monokulturen der Welt

Schon im Mittelalter wurde hier der typische Nembercher Steckaleswald angepflanzt. Schnell wachsende Kiefern (Pinus silvestris) um genug Holzkohle (Energie) für die Nürnberger Industrie zu haben. Mit dem fortschreitenden Klimawandel kommt diese Monokultur nun in immer größere Not. 

Insbesondere Monokulturen sind vom Klimawandel stark betroffen, da diese Wälder ein wesentlich instabileres Ökosystem sind als Mischkulturen. Es fehlt die natürliche Artenvielfalt mit ihren vielen verschiedenen Bäumen, Sträuchern und Kräutern.

OTT-ESCHKE (1952) zeigte, dass vor dem Eingreifen des Menschen, also vor gut 1.000 Jahren, Eiche und Kiefer im Reichswaldgebiet in einem ausgeglichenen Verhältnis standen.

In der langen Nutzungsgeschichte des Nürnberger Reichswaldes kam es stets zu Problemen durch Übernutzung, Insektenbefall oder Verbissproblem durch hohe Wildpopulationen.

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Urban Trees

Stadtbäume sind in der Städteplanung mittlerweilen von essenzieller Bedeutung.

Die Nutzen der Stadtbäume sind vielfältig:

  • Förderung der Artenvielfalt
  • Binden von CO2
  • Kühlung (Verdunstung, Schatten)
  • Lärmschutz
  • Sauerstoffproduktion
  • Filtern der Luft (z.B. Feinstaub)
  • Hochwasserschutz
  • Positive Wirkung auf die Gesundheit und Psyche

Mit dem Fahrrad nach Paris - Urlaub mit grünem Fußabdruck - und erholsam!

Leider keine Pop-up-Radwege im Kreisverkehr am Arc de Triomphe. Ansonsten läst es sich aber mittlerweilen in der pulsierenden französischen Metropole mit dem Fahrrad gut vorwärtskommen.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Wenn unser Tun einschneidende Folgen für die kommenden Generationen hat, dann sollten wir mit Kompetenzen ausgestattete Einrichtungen schaffen, die große gesellschaftliche Projekte frühzeitig auf ihre langfristigen Folgen prüfen und ihre Einsichten im Vorsorge-Prinzip wirksam in die öffentliche Meinungs- und Entscheidungsfindung einbringen!


Arteninseln arbeitet auf vielschichtige Weise in diese für uns entscheidende Richtung.

Vielfältige Ökosysteme planen und anlegen - Wissen schaffen - Wissen sichern - Wissen vermitteln und bereitstellen - Netzwerke schaffen -die Herzen der Kinder mit der Natur verbinden

UN Biodiversity Conference (COP 15) in China

Vom 11 - 15 Oktober hat in Kunming die Weltnaturkonferenz mit der Beratung zum Kampf gegen das rasante und gefährliche Aussterben von Arten weltweit begonnen. Knapp 200 Vertragspartner der UN-Konvention für die Biologische Vielfalt (CBD) nehmen daran teil

Stadt & Land

Im Jahr 2020 lebten in Deutschland 77,5% der Bevölkerung in Städten, weltweit waren es zu dieser Zeit etwa 57%.

Vorurteile sind sowohl bei der Stadt wie der Landbevölkerung vorhanden! Und sie schaffen Bedingungen, welche wir wahrnehmen müssen, wenn wir unsere Gesellschaft in eine Nachhaltigkeit unserer Lebensweise überführen wollen. Gerade bei der Arbeit im Natur- und Umweltschutz ist dies immer wieder spürbar und behindert die Effizienz der Arbeit.

Mit der Vereinsarbeit sollen Plattformen der Kommunkiation geschaffen werden!

SDG's

Globale Ziele für nachhhaltige Entwicklung

 

 

 

 

 

 

 

Die Vereinten Nationen haben im September 2015 die so­genannte Agenda 2030 – „Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ – beschlossen. Diese globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung  sind eine Zukunftsvision für eine nachhaltige Welt.

Diese global gedachten nachhaltigen Entwicklungsziele wollen dem politischen Handeln weltweit einen Rahmen geben.

Einige dieser Ziele sind wesentliche Inhalte der Vereinsarbeit. Ebenso ist die Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) ein wesentlicher Bestandteil um die erhofften Ziele der Transformation unserer Welt zu erreichen.

Ziel 4:
Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewähr­leisten und Möglichkeiten lebens­langen Lernens für alle fördern

Ziel 11:
Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten.

Ziel 12:
Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

Ziel 13:
Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

Ziel 15:
Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, ...

Ziel 17:
Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen

 

 

 

 

 

Arteninseln e.V. ist Mitglied bei:

  • ANU - Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Bundesverband e.V.
  • Bienenzuchtverein Georgensgmünd und nähere Umgebung e.V.
  • Mammalia AG
  • Wildlife Detection Dogs e.V.

Partner und Sponsoren:

Stadt Nürnberg: Förderprojekt Möglichkeitsräume

Sparkasse Mittelfranken-Süd

Sparkasse Nürnberg