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Mohn-Mauerbiene (Osmia papaveris)

Akut vom Aussterben bedroht

Mohn und Mohn-Mauerbiene mögen und brauchen sich .Dies ist vorrangig auf die Liebe zum gleichen Standort zurückzuführen. Beide mögen es licht und trocken.

Die adulte Biene ist in den Monaten Juni und Juloi aktiv. In dieser Zeit findet man sie auf trockenen Wiesen und Feldern. Insbesondere Mohn, Kornblume und ander Ackerwildkräuter besucht sie.

Für ihre Nachkommen gräbt sie eine tiefe Bruthöhle in sandigen Boden. Das Aushubmaterial verteilt sie im Umkreis von einigen Metern, so dass an dem Loch selber keine Anhäufungen zu finden sind, so dass die Bruträhre nur sehr schwer zu finden ist.

Aus noch ungeklärten Gründen kleidet sie die Wände der Brutröhre mit abgebissenen Teilen der roten Blütenblätter des Klatsch-Mohns. Dies könnte der Befästigung der Wände dienen, die Luffeuchtigkeit im Inneren erhöhen oder gegen Pilzbefalll der Larve eingesetzt werden. Die Larve schlüpft schon wenige Tage nach der Eiablage und ernährt sich von dem eingelagerten Pollen und Nektar. Sie verpuppt sich im Herbst und verbringt so den Winter in der Brutröhre.

Man bekommt diese Bienenart nur sehr schwer zu Gesicht. Zum einen ist sie sehr selten geworden. zum anderen ist sie sehr scheu und vorsichtig. Bei der geringsten Störung verschwindet sie erst mal für einige Zeit in ihrer Brutröhre und läst sich nicht mehr blicken.

Früer war sie jedoch in Mittelfranken weit verbreitet. Mit der Flurbereinigung und dem Einsatz von Herbiziden und Pestiziden ist die Art nun in Bayern vom Aussterben bedroht. Kleine Bestände mit nur zwei Populationen sind nur im Landkreis Coburg bekannt. Klaus Weber konnte hier bei seinen Untersuchungen unter anderem auch einzigartiges Bildmaterial sammeln!